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Kreis Pinneberg, Pinneberg, Halstenbek, Elmshorn, Quickborn, Wedel, Uetersen und Schenefeld


 

Zahlen und Fakten

Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die auch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert werden. Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gern unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Was ist Migration?

Migration ist in der globalisierten Welt ein weit verbreitetes Phänomen. Es gibt viele Länder, die man als Herkunfts- oder Aufnahmeländer bezeichnet. In Durchgangsländern halten sich Menschen mehr oder weniger lang auf, bevor sie in ein Zielland gelangen oder ins Herkunftsland zurückkehren.

Gründe für Migration sind vielfältig. Häufig führt die Suche nach Arbeit zu einer Veränderung des Lebensmittelpunktes. Aber auch Studium und andere Formen der Ausbildung, Saisonarbeit, Werkverträge sowie Familienzusammenführungen sind Gründe für eine zeitlich befristete oder dauerhafte Zuwanderung in ein anderes Land.

Flucht vor Gewalt und Verfolgung oder aus Angst um das eigene oder das Leben von Familienangehörigen führt dazu, das Menschen Schutz in einem anderen Land suchen. Zumeist sind es die Nachbarländer, die Flüchtlingen Schutz bieten. In Europa  findet nur eine relativ geringe Zahl an Flüchtlingen Schutz. Viele sind bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, an den Grenzen zu Tode gekommen.

Deutschland hat im Jahr 2010 eine negative Zuwanderungsbilanz. Es sind mehr Menschen weg- als zugezogen.

Wer hat Migrationshintergrund?

Allgemein hat man sich darauf verständigt, einer Person einen Migrationshintergrund zuzuschreiben, wenn sie selbst im Ausland geboren oder zumindest einen Elternteil hat, der nach 1950 im Ausland geboren wurde.

Wieviele Menschen mit Migrationshintergrund leben im Kreis Pinneberg?

Der Kreis Pinneberg ist aufgrund seiner Lage zur Hansestadt Hamburg beliebter Wohnort auch für Migrantinnen und Migranten. Ihre Zahl entspricht etwa dem Bundesdurchschnitt. 2010 leben ca. 21.000 Menschen ohne deutschen Pass im Kreisgebiet. Etwa 350 Personen befinden sich in einem Asylverfahren oder ihr Aufenthalt wird nach erfolglosem Asylverfahren geduldet, bis geklärt ist, ob der Aufenthalt beendet werden kann. Die Zahl der Personen, die als Aussiedlerinnen oder Aussiedler oder als Eingebürgerte im Kreis leben, kann nicht exakt ermittelt werden. Die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund wird auf ca 18 % der Bevölkerung des Kreises geschätzt.

Was ist eigentlich Integration?

Man spricht von gelungener Integration, wenn eine Person in der Gesellschaft die Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, um mit anderen zu kommunizieren und (gemeinsam) zu handeln. Sie hat eine gefühlsmäßige Beziehung zur Gesellschaft und identifiziert sich mit dem Gesellschaftssystem. Auch lassen sich „Netzwerke" feststellen, die mehr oder weniger gefestigt sind. Gemeinsame Werte, Ziele und Chancengleichheit sind wesentliche Indikatioren.

Wie stark der Grad der Integration ist, lässt sich an der Ausprägung der oben genannten Indikatoren feststellen: Je geringer beispielsweise Sprachkenntnisse, Interaktion mit der Gesellschaft oder Stellung in der Gesellschaft, beziehungsweise Abweichung von der vergleichbaren Bevölkerungsgruppe, umso geringer ist der Grad der Integration.

Ob Integration gefördert werden muss und welche Maßnahmen hilfreich sein können, muss dort entschieden werden, wo Menschen mit Migrationshintergrund leben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden durch das Aufenthaltsgesetz vorgegeben.

Wer kann eigentlich Deutsche/-r werden?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Das Staastangehörigkeitsrecht regelt in § 3 wer die Deutsche Staatsangehörigkeit erwerben kann. Den genauen Wortlaut finden Sie hier.

Was ist eigentlich ein Einbürgerungstest?

Neben weiteren zu erfüllenden Voraussetzungen muss der/die Einbürgerungsbewerber/-in ab dem 01.09.2008 Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland nachweisen, die in einem - nicht obligatorischen – Einbürgerungskurs erworben und in der Regel durch einen erfolgreichen Einbürgerungstest nachgewiesen werden können.

Was ist PRO ASYL?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL repräsentiert ein breites gesellschaftliches Spektrum aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Flüchtlingsräten, Kirchen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen. Sie alle verbindet das Engagement für den Schutz von Flüchtlingen und verfolgten Menschen als unabdingbare Aufgabe einer demokratischen und humanen Gesellschaft. Zu wichtigen flüchtlingspolitischen Themen stößt die Arbeitsgemeinschaft PRO ASYL Kampagnen an.

Weshalb brauchen wir ein neues Bleiberecht?

In den letzten Jahren wurden von Bund und Ländern mehrere Bleiberechtsregelungen beschlossen - aber mit begrenztem Erfolg: Noch immer leben 75.000 Menschen seit sechs Jahren ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland - das sind 75.000 Menschen, die seit Jahren gezwungen sind, ein Leben auf Abruf zu führen. Eine Rückkehr in ihr Herkunftsland ist für die allermeisten von Ihnen undenkbar und in Deutschland sind sie nur befristet geduldet. Immer wieder droht ihnen die Abschiebung. Sie alle können ihre Zukunft nicht gestalten, weil sie in Deutschland keine sichere Lebensperspektive haben.

Was heißt eigentlich Resettlement?

Flüchtlinge die nicht mehr in ihr Herkunftsland zurückkehren können sollen die Möglichkeit bekommen, sich in einem anderen Land neu anzusiedeln (Resettlement). Ein Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert. Bundesweit haben bereits viele Städte und Gemeinden die Kampagne aufgegriffen. Auf www.save-me-kampagne.de finden engagierte Menschen Anregungen und Werkzeuge, um in ihrer Kommune für ein Aufnahmeprogramm zu werben.